Alle Beiträge von Hans St.

Kein Schritt zurück

N dia. Ta bom?

Ta bom! Ta bom?

Ta bom! Calor!

Ajang, calor cheo.

Cheo calor!

            Nundi bu sa ta bai?

N sta bei pa porto riba

            Porto riba, ajang. Ti mas logo.

Ti mas logo.

Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit, war das die die Begrüßung meines Nachbarn Senhor Tiof. Vor vielen Jahren, als ich in einem kapverdischen Dorf gelebt habe. In einer noch vormodernen Zeit vor dem Autoverkehr, vor Telefon, vor Fernsehen, natürlich auch vor dem Internet und der Vernetzung mit der Welt. Die Begrüßung hat sich jedes Mal so abgespielt, mehr oder minder gleich, jeden Tag.

Heute geht es um den Lehrlingsschritt. Die Auswahl des Themas für dieses Baustück war gar nicht so leicht. Warum Lehrlingsschritt und nicht Zirkel, Winkelmaß oder Bibel? Vielleicht weil mir Bewegung und Tanz näher liegen als handwerkliches Arbeiten…

In diesem Lehrlingsbaustück werde ich versuchen,

  • meine kurzen Erfahrungen mit dem Lehrlingsschritt darzustellen,
  • darüber zu sprechen, wo ich in meinem Leben ähnliche Erfahrungen gemacht habe
  • allgemein über Rituale zu reflektieren
  • meine gewonnene Erkenntnis darstellen, warum es immer einen Schritt zurück gibt, in der physischen Welt, aber keinen, wenn wir Richtung Osten schauen

Die Menschen des Dorfes so zu begrüßen, sich einzulassen auf die lokalen Gebräuche waren meine Eintrittskarte in die Gemeinschaft der Bewohner und Bewohnerinnen des Dorfes.

Dieses Begrüßungsritual war keine kultische Handlung. Aber es war der Übertritt von der Umgebung meines Hauses in eine andere Welt, in die Welt des Dorfes, die es schon seit Jahrhunderten gab und die sich in diesem Zeitraum wahrscheinlich gar nicht so sehr verändert hat, und wenn, dann in sehr kontinuierlichen Bewegungen, immer im Rhythmus der klimatischen Bedingungen, also aufeinander folgenden Trocken- und Regenzeiten.

Damals hatte ich das sehr gerne gemacht, war offen genug, mit 25 Jahren, habe die Sprache relativ schnell gesprochen. Den Schritt zurück habe ich erst nach zweieinhalb Jahren gesetzt.

Der Lehrlingsschritt ist für uns Teil des Rituals zum Eintritt in den Tempel unserer Loge. Die Assoziation mit dem Begrüßungsritual in Kap Verde war für mich sofort da. Bei beiden geht es um den Eintritt bzw. Übertritt in eine andere „Welt“.

Zweimal stolpernd, bevor man einen dritten – „richtigen“ – Schritt macht.

Oder genauer: Den linken Fuß gegen Osten gerichtet, den rechten im rechten Winkel dazugesetzt. Jeweils mit dem linken Fuß beginnend, den rechten nachziehend. Drei Schritte, zwei kurze, ein langer.

Den Schritt als Relikt kultischer Handlungen zu sehen, unterliegt unterschiedlichen Interpretationen. Eine besagt, dass die zwei kurzen Schritte den Eifer der Lehrlinge versinnbildlichen, der lange die Ausdauer (Felsenstein).[1] Genau wie beim Lehrlingsschlag, der im selben Rhythmus ausgeführt wird. [2]

Wir tun das „im Zeichen“, die rechte Hand flach mit abgespreiztem Daumen, knapp an der Kehle. Das verstärkt die Wirkung des Lehrlingsschritts, denn die Bedeutung soll ja darin liegen, dass wir uns eher die Kehle durchschneiden lassen, als dass wir unsere Geheimnisse verraten.

Eine andere Interpretation greift zurück auf das Alte Testament oder die griechische Mythologie.

Früher wurde das Ritual mit nur einem Schuh ausgeführt, also mit ungleich langen Beinen. Das Hinken sollte die Unvollkommenheit symbolisieren. Eine Unvollkommenheit, die jedem menschlichen Tun innewohnt.

Die Freimaurer beziehen ihre Geschichte und Symbolik vor allem auf die Bauwerkskunst. Trotzdem ist der Hauptpasswortgeber Tubal Kain, der aus dem Alten Testament überlieferte Sohn Kains. Dieser hat aber nicht das Baumeistertum erfunden, sondern die Schmiedekunst.

Und der Schmied, der der mit dem Feuer hantiert, wird quer durch viele Kulturkreise als hinkend und außenseiterhaft dargestellt. Das hat wohl viel mit dem Feuer zu tun, mit dem er hantiert, und dessen „wackeliger und flammiger Natur“.

Freimaurer sind auch „Lichtgläubige und Lichtsuchende“ (Schauberg). Beim Eintritt zur Arbeit schreiten wir im Lehrlingsschritt mit vorwärts gerichtetem Blick auf den MvSt, dem Sitz der Weisheit. Die eigentliche Arbeit beginnen wir dann mit dem Anzünden und Auslöschen der drei kleinen und drei großen Lichter. Das Leuchten des physischen Lichts symbolisiert die Erkenntnis oder das große Wahre, das wir suchen. Oder wie wir heute als von Karl Popper Geschulte sagen würden, die immer größere „Wahrheitsnähe“, die wir anstreben. In diesem Sinn glauben wir an das ewige Licht und die ewige Suche danach. 

In der Geschichte der Menschheit wurde das Feuerwesen – also die Suche nach der Erkenntnis – von der herrschenden Schicht nur zu oft verteufelt. Wie auch die Freimaurer. Was natürlich zusammenhängt. Denn jede Herrschaft beruht auf Annahmen und Dogmen. Die Erleuchter – oder Bewusstseinsvermehrer – sind immer die, die diese in Frage stellen und die die Dunkelheit, also einen früheren unbewussten Zustand, in neues Licht rücken.[3]

Zurück zur konkreten Welt unseres Tuns.

Ich erinnere mich. Bei meiner zweiten Arbeit, ich stand als Erster an der Schwelle zum Tempel. Die Tür ging auf und ich habe angesetzt zum Schritt. – Bloß, plötzlich, ich wusste nicht mehr wie! Ich hatte mich ganz darauf verlassen, dass es beim ersten Mal so gut geklappt hatte. Jetzt aber stand ich alleine da, ohne Impetus, ohne zu wissen wie. Ich habe nicht hineingefunden in die Choreographie, den Rhythmus, den eingeübten Ablauf, der es uns leicht macht, die Schwelle zu überschreiten. – Sekunden, die zur Ewigkeit wurden, der Wunsch, die Peinlichkeit ginge doch schnell zu Ende.

Der von uns ausgeführte Lehrlingsschritt ist die Zäsur, die den Unterschied zwischen unserer Alltagswelt und unserer Arbeit im Tempel darstellt. Jeder tut den Schritt allein, in immer gleicher Weise. Einmal begonnen, gibt es kein Zurück mehr. – Kein Zufall, dass ein Schritt zurück nicht Teil der Choreographie ist. – Die automatisierte Abfolge hilft uns, den Takt für die darauffolgende Arbeit zu finden. Wie beim Tanzen, der Rhythmus ist die Basis dafür, kreativ zu sein, uns ausdrücken zu können.

Für mich ist es als Lehrling interessant und schön nochmals die Möglichkeit zu bekommen, in eine neue Welt der Zeichen und Symbole einzutreten und explizit darüber zu reflektieren.

Mit über 60 Jahren habe ich auch schon einige Schwellen immer und immer wieder überschritten, um einzutauchen in andere Welten.

  • In den Jahren meines Studentenseins in die Welt der Aktivisten der Lokal-, Friedens- und Umweltpolitik
    Der Strickpullover und die Schlapfen waren damals die Zeichen der Abgrenzung nach außen.
  • In die vorhin erwähnte Welt eines westafrikanischen Dorfs – mit all seinem vormodernen Umgangs der Menschen untereinander
  • In die Welt der Manager/innen und Unternehmer/innen, als ich knapp 10 Jahre ein Produktionsunternehmen leitete: Die nuancierten Business-Kleidungsvorschriften einzelner Branchen sind Legende, brauche ich hier nicht aufzuzählen. Die Marke des Firmenwagens von strenger Hierarchie getragen – damals begann der Aufstieg mit einem VW Passat, dann kam der Audi und schließlich – nur wenn es sehr gut lief  – der BMW.
  • In die Welt der Managementberater, in der es gruppenweise besonders viele ritualisierte Handlungen gibt. Man denke an die systemischen Berater oder zumindest an die Berater im systemischen Management, denen ich angehörte.
  • In die Welt der Autoren und Vortragenden, wo ich viel zu spät gelernt habe, dass man sich mit dem Publikum niemals vermischen darf.
  • Und wie jeder von uns auch, in manch andere kleinere Welten, in die einer Modern Dance Gruppe, eines Elternvereins, einer Kaffeehausrunde, einer Bergsteigergruppe, u. Ä.

Jetzt will ich das alles nicht direkt mit der Arbeit unserer Loge vergleichen, aber alle diese Welten haben immer wieder eines gemeinsam:

Um als Einzelner dabei zu sein, erfordern sie fortwährend und immer wieder diesen Schritt hinein, dieses Überschreiten einer Schwelle.

Ritualisierte Abfolgen oder das Aufzeigen von Gemeinsamkeiten erleichtern uns dabei das Hineintauchen in diese Welten. Was früher wohl religiös-kultische Akte waren, sind heute kleinere, subtilere Handlungsweisen, Haltungen, Zeichen.

Der Lehrlingsschritt – wie überhaupt die ritualisierte Arbeit – ist bei uns hier ein bewusst formalisierter Prozess. Das macht wahrscheinlich auch einen großen Unterschied. Wir bewahren uns eine Struktur, die uns einen Rahmen für unser Denken gibt. Und wir reflektieren auch gerne darüber

So wie der Lehrlingsschritt vorwärts weist, zeigt er uns den Weg hinein in die „Gemeinschaft“, fördert den Zusammenhalt. Rückwärts wirken Rituale immer bremsend und tragen auch dazu bei, Gemeinschaften vor einem Zerfall zu bewahren.

Trotzdem, wenn ich zurückblicke in meinem Leben, auf die Abfolge der Zugehörigkeiten, des Mittuns, des gemeinsamen Erlebens, immer wieder bin ich ausgetreten aus Gemeinschaften und habe mich neuen Dingen, Menschen und anderen Gemeinschaften zugewandt.

  • Nach der politischen Zeit kam Afrika. Das war abrupt, aber in der Abfolge der Ereignisse auch logisch. Eine Herausforderung ist der anderen gefolgt.
  • Nach der Möbelproduktion kam wieder Afrika. Das war nicht logisch, zumindest nicht von den Verdienstmöglichkeiten.
  • Die Managementberatung kam in Afrika und hat mich dann in den DACH- Raum zurück geführt.
  • Dann kam aber wieder Afrika, mit wieder andere Ländern, anderen Themen.


Mit dem Wissen von heute stelle ich fest: Den Schritt zurück habe ich selten gescheut. Warum? Das ist für mich nicht einfach zu erklären.

Weil ich unzufrieden war? Weil ich etwas anderes wollte? Ideen hatte, die ich nicht umsetzen konnte?

Hier lerne ich, dass die Welt der Handwerker, also die Welt des Tuns, immer eine unvollkommene ist.

Vielleicht liegt darin ein Teil der Erklärung, eine feine Unterscheidung.

Die Welt des Tuns ist grundlegend anders als die Welt des Feuers, also die Welt der Ideen und Erkenntnisse.

In der Welt der Ideen gibt es keine Schritte zurück. Das liegt in der Natur des Immateriellen.

– Gedanken, Ideen, Erkenntnisse in die Welt gesetzt, lassen sich nicht mehr zurücknehmen. Einmal vorgebracht, führen sie ihr Eigenleben und schreiten ganz automatisch weiter voran.     


[1] Vgl. Jürgen Felsenstein, Grundlagen der Ritualreform, in: 60 Jahre unabhängige Freimaurerloge Wien, Festschrift 1955-2015, S 67

[2] Hans Fischer, Schau in dich – Instruktionen für Lehrlinge, 2015, S 53

[3] Vgl Heinz Sichrovsky, Ein Bruderkampf um Troja – Die griechische Götterwelt im Ritual der Freimaurer, Sudienverlag, 2018, S 37ff

Digitalisierung der FM – Chancen und Risiken

Wir drei Lehrlinge fühlen uns geehrt zu einem Thema, das viele von uns in den letzten Wochen besonders beschäftigt hat, eine Zoom Runde zu gestalten. Die ursprüngliche Vorgabe war: 3 kurze 5minütige, dann 7minütige Referate, experimentell vorgehen, Visualisierung ausprobieren. Dann wurde das doch eingeschränkt, keine Breakout Räume, nicht zu viel Seminarcharakter. Es bleibt, unser Vortrag ist im Spannungsfeld: – RA vs profane Seminararbeit – Einzelbaustücke vs Teamarbeit Auch wir drei waren uns nicht immer einig, wie wir das sehen sollen.

Das Programm von heute:

1. Nach der Globalisierung endlich die Digitalisierung? (Hans)

2. Wozu brauchen wir Deckung? (Birgit)

3. Verschwiegenheit? (Ernesto)

Anschließend Diskussion nach den neu ausgegeben Regeln.

Nach der Globalisierung endlich die Digitalisierung?

Meine letzte RA war am 20.2., am 17.3. kam es zum Shutdown, am 16.4. haben wir uns in einer Zoom Runde getroffen. Aus meiner ganz persönlichen höchst subjektiven Sicht war das kein sehr erfolgreiches Meeting. Aus einer Runde von Schilderungen persönlicher, familienintimer Erlebnisse, wurde plötzlich eine Diskussion auf politischer Ebene, in der sich einige verteidigen mussten, warum es im Shutdown mit den eigenen Kindern zu Spannungen kommen kann.

Der Gedanke, der mir durch den Kopf schoss: Erste bei der Globalisierung, letzte beim Umgang mit Digitalisierung! Globalisierung und Digitalisierung sind ja die beiden wichtigsten Treiber, die immer wieder genannt werden, wenn wir versuchen die Veränderung der Welt zu erklären. (Finanzkrise, COVID19, … – Szenarientechnik, andere Treiber: Urbanisierung, Individualisierung, Mobilität, …) Das Ziel meiner kurzen Ausführungen hier ist, die Notwenigkeit und umfangreichen Möglichkeiten der Digitalisierung für die FM aufzuzeigen und die Dringlichkeit zu umreißen, neue Wege in einem test-and-learn Verfahren einzuschlagen.

Ich nähere mich dem Thema als Lehrling, der bisher die eigene Rezeption und 7 RAn erlebt hat, der sozusagen im Hineinwachsen in die Gemeinschaft und ihre Bräuche steht. Das hier teilweise eine Außensicht einnehme, ist dabei unvermeidlich.

Und wohl gewollt. Wir Lehrlinge tragen nun zu einem Thema vor, das aus meiner Sicht zentral für ein erfolgreiches Weiterbestehen der Gemeinschaft ist. Denn, die Außenwelt hat sich massiv verändert, und verändert sich noch weiter und, wie sagte ein bekannter Manager:

„If the rate of change on the outside exceeds the rate of change on the inside, the end is near.” – Jack Welch

In zwei Punkte möchte ich meine Ausführungen gliedern: 1. Globalisierung, 2. Möglichkeiten Digitalisierung

1. Globalisierung

Habe die Geschichte nicht tiefgehend studiert, aber es ist doch sehr beeindruckend, was bei der Gründung vor 300 Jahren los war.

Frühe Globalisierung der FM:

1375 „Free Mason“ 1736 Schottland 1717 24. Juni, London 1737 Hamburg 1723 Old Charges 1738 Frankreich /1688?) 1728 Madrid 1741 Wien 1730 Irland 1746 Venedig 1731 Florenz 1780 USA

Die FM haben die Werte der Aufklärung in die Welt hinausgetragen, Franzosen (Marquis de Lafayette), Preußen (Friedrich Wilhelm von Steuben) mit Benjamin Franklin haben die amerikanische Unabhängigkeit beeinflusst.

Und natürlich die Ideen hinter Französischen Revolution.

Die zentralen Figuren von damals werden als gleichgesinnte Idealisten beschrieben, die Ideen in den Mittelpunkt ihres Tuns stellten:

Humanität, Freiheit, selbstständiges Denken, verantwortliches Handeln.

FMei scheint weniger eine straffe Organisation gewesen zu sein, als eine Bewegung und ein Netzwerk Gleichgesinnter.

Heute: weltweit 6 Millionen Freimaurer, 15.000 in Deutschland (Prolog zum Buch „Freimaurer: Wie sie die Prinzipien…“, 2020)

FM hat (1) sich selbst damit „globalisiert und hat (2) zumindest die frühe Globalisierung der Neuzeit wesentlich beeinflusst (auch wenn das damals nur die westliche Welt war).

2. Möglichkeiten der Digitalisierung

Wie war mein erster Eindruck als Lehrling dazu? Ein sehr verschwiegenes Netzwerk. Nur bestimmte Leute erzählen bestimmte Dinge. Tiefgehende Interviews, man nimmt sich Zeit für die Aufnahme. Auf bestimmte Prinzipien wird man eingeschworen. Vor allem: Niemals jemanden aus der Deckung bringen. Aber dann: ungeschützter Emailverkehr. Auch mit vertraulichen Dokumenten im Anhang. Und vor allem: eine ungeschützte Website der LGL (http://www.liberale-grossloge.org/).

Aber großartig ist die Datenbank mit den BS, einfach abrufbar, leider auf ungeschützter Website.

Der Begriff Digitalisierung bezeichnet „etwa seit den 1970er Jahren das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate und ihre Verarbeitung oder Speicherung in einem digitaltechnischen System.“ (Wikipedia)

SEIT DEN 1970ER JAHREN. ALSO FAST 50 JAHREN!

Ich versteh, dass man sich dagegen wehrt und nicht in die Beliebigkeit einer sich immer weiter standardisierenden Welt abgleiten will.

Die Frage ob das ein Fluch oder Segen ist, ist aber müßig. Die Welt da draußen hat sich verändert und das ist die Rahmenbedingung.

Wir können nur das Beste draus machen. Dazu aber müssen wir der Digitalisierung positiv gegenüberstehen und die Chancen und Möglichkeiten suchen. Zum Beispiel:

1. Kommunikationsplattform wie Slack

2. Videokonferenzen

3. Chatsysteme

4. Diskussionsforen

5. E-Learning, Schulungen (Lehrlings- und Gesellenunterreicht)

6. öffentliche Veranstaltungen

7. virtuelle Rundgänge in Museen

8. Ansprache neue Mitglieder, Verjüngung

9. Transparenz

10. sicherer Datenaustausch

11. weltweites Netzwerken

Netzwerk, Bewegung – hochmoderne Begriffe, die sich gerade aufgrund der neuen technologischen Möglichkeiten wandeln.

Interessant dazu, ein neues Buch aus Deutschland:

Freimaurer: Wie Sie die Prinzipien des erfolgreichsten Netzwerks der Weltgeschichte für Ihre Persönlichkeitsentwicklung nutzen (Deutsch),

Gebundene Ausgabe – 18. Februar 2020 von Jan Snoek Prof. Dr. (Autor), Werner H. Heussinger (Autor), Heike Görner (Autor), Ralph-Dieter Wilk (Autor)

Eine Ansage von Geschwistern in Deutschland, die ANDERS ist:

• Offensiv Mitglieder werbend

• Moderne Business Terminologie

Im Vergleich zu: „Erkenne dich selbst – beherrsche dich selbst – veredle dich selbst“

„Am rauen Stein arbeiten“

„Weisheit gründe den Bau, Stärke führe ihn aus, Schönheit ziere ihn!“

Neue Technologien und neue Sprache versus alte Rituale – ist das ein Spagat, den wir überbrücken können?

Diese Frage kann man wohl nur nach einer Antwort auf die Frage des WARUM beantworten. Warum gibt es uns? Warum tun wir was wir tun? Was ist der ZWECK der FM?

Und hier kommt Sr Ernas Bild zum Tragen:

Der FM aus dem 18. Jht, würde er hierher gebeamt, er sollte sich hier zurechtfinden.

Das steht frontal im Spannungsfeld zu dem, was uns blühen könnte:

Eine RA im virtuellen Raum mit VR Brille!

Schlussworte.

Meine (vorläufige) Einschätzung Ich bin ja ein Managementdenker. Habe gelernt, jede Organisation in 3 Dimensionen zu sehen.

Struktur: klar strukturiertes, komplexes dezentrales System

Kultur: höchst vielfältig, Welt der Symbole und Rituale, Umgangsformen, Erkennungszeichen

Strategie: Wohin wollen wir? Deutsche FreundInnen scheinen mit in moderner Sprache úm Mitglieder zu werben (siehe Buch oben). Aber was wollen wir? Haben wir auch kurzfristige Ziele? Da weiß ich zu wenig. Aber was ich jedenfalls nicht sehe, ist eine klare Strategie zum Umgang mit Digitalisierung.

Aus meiner Sicht ist es keine Frage des Wollens! Wenn die Welt komplexer wird, muss man selbst auch komplexer werden. Ich meine, wir kommen nicht umhin, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen und uns damit zu transformieren!

Ernas Bild gefällt mir gut, vom FM des 18. Jhts, der sich auch hier und heute zurechtfinden soll. Denn der große allgemeine Zweck – „Frei von Vorurteilen an einem Gebäude der Menschlichkeit arbeiten“ – hat sich nicht verändert in den letzten 300 Jahren verändert:

Humanität, Toleranz, Kosmopolitismus, Gewissensfreiheit, Pluralismus.

Soll eine Rituelle Arbeit im virtuellen Raum stattfinden?

Nein, für mich im Moment unvorstellbar!

Der Mensch, ein Wesen auf der Suche nach dem Sinn, ist auf seine Sinne angewiesen und braucht Rituale – um sich zu sammeln, zu sich selbst zu finden, sich in eine Gruppe einzufügen, mit anderen zu arbeiten.

Hier liegen wohl auch die Stärken der FM!

Soll sich die FMei digitalisieren?

Ja! Unbedingt. Dafür, meine ich, benötigt sie eine klare Strategie! Auch wenn wir dann langsam und schrittweise vorgehen werden.